North Kildare Educate Together School Celbridge, County Kildare, Irland

North Kildare Educate Together School Celbridge, County Kildare, Irland

Architekt Grafton Architects, Dublin

Kapazität 245 Schüler. 4 -12 J. (12 autistische Kinder)

Bebaute Fläche 1.200 m2

Klassenraumgröße o 76 m2: bzw. 96 m2: (autistische Kinder)

Parkplätze 24 (Mitarbeiter)

Baukosten 5 Millionen EUR

Fertigstellung 2002

Gruppenstruktur Einzügig mit integrierter autistischer Gruppe

Die Schule verfolgt mit einer eingegliederten Gruppe für Autisten und mit sozialen Gemeinschaftseinrichtungen eine integrative Bildungspolitik

Diese in einer abgelegenen, halbländlichen Gegend an-gesiedelte Schule befolgt drei wesentliche Vorgaben: erstens die Integration einer eigenen Gruppe für Autisten in den Grundschulplan, zweitens die Errichtung eines defensiven, gegenüber Vandalismus außerhalb der Schulstunden resistenten Gebäudes und drittens eine kostengünstige und robuste Bauweise, ohne Abstriche bei der architektonischen Qualität. Diesen Vorgaben wurde hier nicht nur entsprochen, sondern sie fanden Umsetzung in einem Gebäude mit starker, positiver Präsenz im öffentlichen Raum und in einer höchst effizienten Form. Der Grundriss des eingeschossigen Gebäudes umschließt eng einen innenhofgarten; ein Gebäudeflügei mit Kiassenräu-men ist zur südwestlichen Sonne ausgerichtet, und die autistische Einrichtung befindet sich an der südöstlichen Seite. Haupteingang, Verwaltung und Mehrzweckhalle liegen an der nordwestlichen Straßenseite. Jeder Klassenraum hat einen eigenen Zugang zu den hinteren Spielplätzen. Der Erschließungsweg führt an drei Seiten um den Innenhof und verbindet die Klassenräume und den autistischen Bereich mit dem Haupteingang. Den Planern zufolge soll dieser Hof den Mitteipunkt der Schule bilden und im Laufe der Zeit eine reichhaltige Flora und Fauna aus Blumen, Pflanzen, Bäumen, Vögeln und Insekten entwickeln. Die Klassenräume verfügen über jeweils eigene kleine Höfe an der Gebäudeaußenkante, die Unterrichtsbereiche sind indessen südöstlich oder südwestlich ausgerichtet. Die Klassenräume enthalten ferner kleine „Höhlen“, Arbeitsnischen, die bei Bedarf für Einzel- und Kleingruppenarbeiten genutzt werden können. Eigene
Spielecken und angeschlossene Umkleiden verleihen den Klassenräumen Eigenständigkeit, als handele es sich um eine in sich abgeschlossene Schule innerhalb der Schule. Im Bereich für autistische Kinder gibt es einen ähnlichen, separaten und von den Unterrichtsräumen aus direkt zugänglichen Allwetter-Hof mit Spielzeuglager, der unmittelbar an den zentralen Hof anschiießt. Mit viel Gespür wurden hier räumliche Schichten geschaffen, die den Wunsch des Bauherrn nach Integration unterstützen. Das Gebäude befindet sich in einem subtilen Gleichgewicht aus Steuerung und demokratischer Bewegungsfreiheit. Beispielsweise wurden die Räumlichkeiten für Mitarbeiter, Schulleitung und Bibliothek so organisiert, dass der Eingangsbereich von dort aus überblickt werden kann; wenn Eltern ihre Kinder abholen, warten sie im Eingangshof,
der vom Haltebereich für Busse und Autos durch einen Einfassungszaun getrennt ist, der wiederum von den Ge-bäudefreifiächen umgeben ist, sodass dieser Bereich als integraler Bestandteil der Architektur und nicht als nachträgliche Ergänzung wahrgenommen wird. Es wurden vorzugsweise natürliche Materialien verwendet: Backstein im Sockelbereich der Mauern, Holzfenster, Terrakotta für Fensterbänke, Birkenholz als Außenverkleidung und ein Kupferdach. Dies unterstützt die Kinder in ihrem visuellen und haptischen Verständnis ihres Umfelds. Die gemauerten Außenwände wurden zu einem großen Teil verputzt und verleihen dem Gebäude einen skulpturalen Charakter. Diese Eigenschaft wird durch die expressive Dachlandschaft akzentuiert.

 

 

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